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Förderverein Schifffahrtesgeschichte Cuxhaven e. V.

 

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Chronik für den Jahrgang 2014

 

Pressebericht in der "Cuxhavener Nachrichten" vom 10. Dezember 2014

Von "Liebesknotenesknoten" und "Diebesknoten"

Seemannsknoten lernen mit Peter Meister im "Forum Maritim" und in "Windstärke 10".

CUXHAVEN. "Dies ist ein Liebesknoten", erläutert Peter Meister mit breitem Grinsen, indem er zwei Fischerknoten auf Fäden in der Hand hält. Zieht man an den Fäden, rücken die Knoten zueinander. "So ist es, wenn Opa der Oma einen Kuss gibt", erklärt er mit einem verschmitzten Lächeln einem Jungen, der mit seinem Opa ins Forum Maritim gekommen ist.

Die Besucher bestaunen seine Handfertigkeit. Unermüdlich zupfen seine Finger dicke und dünne Schnüre verschiedener Materialien. "Im Jahr verarbeite ich 3000 bis 4000 Meter. Das Garn bestelle ich direkt beim Hersteller. Im Baumarkt ist es viel zu teuer." Seit fünf Jahren wohnt der gebürtige Hesse in Cuxhaven. Die hohe Kunst der Seemannsknoten ist aber schon lange sein Hobby. Viele Urlaube verbrachte er hier und arbeitete mit dem inzwischen verstorbenen "Knoten Hannes" zusammen.
Vierzig Jahre ist Peter Meister zur See gefahren Allerdings nicht als Matrose, sondern als Maschinist. "Ich war Schiffs-Betriebsmeister und bin weltweit unterwegs gewesen. 1975 war ich mit einem 320.000 Tonnen-Tanker am Steubenhöft. Der war größer als heute die Containerschiffe. Bei einer Länge von 355 Metern, 55 Meter Breite und 70 Meter Höhe bis zum Schornstein konnte man darauf schön spazieren gehen."

Die Knotenleidenschaft begann in den 70er Jahren.

In den 70er-Jahren begann auch seine Knotenleidenschaft. "Da hatten wir spanische Matrosen an Bord und versuchten uns an Gürteln aus Knoten." Später im Cuxhaven-Urlaub traf Peter Meister auf die internationale Knotengilde aus London, traf "Knoten-Fiete" von der Insel Helgoland und wurde selbst Mitglied.

Erwachsenen und Kindern die verschiedenen Knotentechniken zu zeigen, beschäftigt den Knotenmeister regelmäßig nicht nur im Forum Maritim, sondern auch in Windstärke 10. Auf vielen Festivitäten findet man den gemütlichen Knotenkünstler von einer Schar Staunender umringt. "Die Kinder sind immer intensiv dabei, das macht viel Spaß." "Es gibt 4800 verschiedene Knoten, das ist kein Seemannsgarn! Aber eigentlich reichen maximal fünf Gebrauchsknoten. Ich fange mit dem Palstek an." Das ist der am häufigsten verwendete Knoten in der Seefahrt. Eigentlich sieht es bei seiner Fingerfertigkeit ganz einfach aus. Aber man braucht schon einige Übung, um alldie schönen Anschauungsstücke nachzuarbeiten.

Im Bauch einer Weinflasche befindet sich ein Achtknoten. Wie kam der wohl durch den dünnen Flaschenhals? Gar nicht! "Den habe ich mit zwei Schweißdrähten in der Flasche geknotet", sagt stolz der Künstler.

"Dies ist ein Glockenbändsel mit sieben verschiedenen Knoten: Takling, Diamantknoten, Rundplating, fünffach geschlagener türkischer Bund, achtfacher Vierkantplating, achtfacher Sternenknoten und ein spanischer Takling als Abschluss. Der wird versteckt, dann ist alles weg und man sieht weder Anfang noch Ende. Zum Glück gibt es aber auch noch ein paar leichter zu merkende Bezeichnungen wie Ananasknoten, Kanalfender oder Fußpferdknoten. Letzteren wenden Seeleute an, wenn sie auf der Rahe stehen, um nicht abzurutschen."

Hervorzuheben ist der Kreuz- oder Diebesknoten. Ein Dieb hatte sich an einem fremden Seesack zu schaffen gemacht, der mit einem Kreuzknoten zugebunden war. Daraufhin hat der Besitzer des Seesackes einen Kreuzknoten mit einem Tampenende nach oben und einem Tampenende nach unten gelegt. Der Räuber aber hatte beim Zubinden wieder den normalen Kreuzknoten gebunden. Daraufhin wusste der Besitzer, dass ein Unbefugter sich wieder an seinem Seesack zu schaffen gemacht und darin herumgeschnüffelt hatte.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Schlüsselanhänger, Schlangen, Spinnen und sogar eine Schildkröte aus Tauwerk warten auf neue Besitzer. Ebenso wie Adventskranz und Kerzenhalter oder Ohrringe - ideal als Weihnachtsgeschenk.

"Der Erlös ist eine Spende zur Rettung Schiffbrüchiger", erzählt Peter Meister und schlingt sich das nächste Garn um die geschickten Finger. jt

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2014-11-30 Grünkohlessen mit Weihnachtsfeier im ForumMaritim

Die Weihnachtsfeier 2014 begann, wie ihr seht, mit den allgemeinen Vorbereitungen. All hands waren angetreten. Vom Tannenbaum aufstellen, Tannenbaum schmücken, Tische aufstellen und weihnachtlich decken. Unser Forum war wieder zum Vorzeigen. Der Tannenbaum stand ein wenig schief, nun es war ja auch sehr windig an diesem Tag. 92 Mitglieder hatten ihr Kommen zugesagt. Wohl auch, weil es bei uns immer sehr weihnachtlich zugeht, aber auch, weil es wie immer den guten Grünkohl vom Fischereihaven Restaurant gab. Mit Akkordionmusik, Gesang und lustigen Vorträgen wurde es ein sehr schönes Weihnachtsfest.

 

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Pressebericht von Thomas Sassen in der "Cuxhavener Nachrichten" vom 28.November 2014

Eine Hommage an „die Helgoländer“

„Forum Maritim“ widmete einen ganzen Abend den Helgoländer Börtebooten und den Menschen, die sie gebaut haben.

CUXHAVEN. Die Geschichte der Helgoländer Börteboote ist nicht nur aufs Engste mit Deutschlands Hochseeinsel, sondern auch mit den Werftstandorten Cuxhaven und Freiburg verbunden. Die meisten dieser schweren Versetzboote aus Eichenholz sind dort gebaut worden. Einblicke in die Geschichte dieses außergewöhnlichen Bootstyps gab ein bestens besuchter Vortragsabend im „Forum Maritim“.

Börteboote

Werftchef Rainer Hatecke referierte über die Entstehung der Boote sowie über die Initiative zur Rettung des Bootstyps und Peter Döscher erinnerte an die Werft seines früh verstorbenen Vaters Curt Döscher am Schleusenpriel in Cuxhaven, wo bis 1964 acht Börteboote gebaut wurden. Der Vorsitzende des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte Robert Hinners und Vorstandsmitglied Werner Jakobeit freuten sich über das große Interesse. 125 Gäste füllten den zünftigen Vortragssaal. Ein Jahr lang hat Jakobeit zum Thema Börteboote recherchiert und eine sechzigseitige Broschüre zusammengestellt, die demnächst in der Schriftenreihe des Fördervereins erscheint.

Hatecke-Werft seit 1861

Dabei war der Kontakt zu Peter Döscher, der in Hannover lebt und zu Rainer Hatecke entstanden, der in diesem Jahr mit einigen Mitstreitern den Verein zur Erhaltung der Börteboote gegründet hat.
In einer interessanten Diashow gab Hatecke einen Überblick über die typischen Helgoländer Boote sowie Kutter, Tuckerboote und Segeljachten bis zu rund 20 Metern Länge, die in der 1861 in Freiburg gegründeten Holzbootswerft gebaut worden sind. Am Beispiel des jüngsten Börteboot-Nachbaus, der von Rickmers bestellten „Elena“, gab Hatecke interessante Einblicke in die Bauweise der Boote, deren Unterwasserbereich glatt beplankt (karweel) und deren Oberwasserbereich überlappend (geklinkert) beplankt ist.
In der Regel werden die traditionellen ungedeckten „Helgoländer“ nach überlieferten Modellen und nicht nach normierten technischen Zeichnungen in Größen zwischen sieben und zehn Metern gebaut. Die fertige „Elena“ hat Hatecke auf einem Autoanhänger nach Venedig ausgeliefert, wo der Auftraggeber sie als originelles Taxi auf den Kanälen nutzen wollte..

Schiffsklassiker im Film

Den Einsatz im Landungsverkehr vor Helgoland zeigte der neue Film von Günther Ennulat über die Börteboote. Darin vor kamen natürlich auch die zum traditionellen Seebäderverkehr gehören den Schiffe „Helgoland“ und „Wappen von Hamburg“.
Als eine Hommage an die Bootsbauer alter Schule wollte Peter Döscher (65) seine Bilderreise in die große Zeit der kleinen Werften am Schleusenpriel verstanden wissen. Anschaulich und einfühlsam ließ er die Besucher Anteil haben an den vielen kleinen Geschichten, die sich um die Werften, Schiffe und die dort tätigen oft ein wenig kauzigen Menschen in diesen Nachkriegszeiten zugetragen haben. Döscher, sein Bruder Jens und seine Schwester Dörte waren ein Teil dieses Lebens am Priel, das das Familienleben geprägt hat. Die Verbreitung von GfK-Booten ließ die Nachfrage nach pflegeaufwendigen Holzbooten so weit schrumpfen, dass Döscher die Werft auf dem heutigen SVC-Winterlagergelände 1964 aufgeben musste. Bis zu seinem Tod 1969 war Claus Döscher als Hafenmeister für die SVC bei der Alten Liebe tätig.

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29.10.2014 von den Anfänger der Nachrichtentechnik in Cuxhaven

CUXHAVEN. Neben der Schifffahrt und der Fischerei war Cuxhaven mehrfach Schauplatz wesentlicher Entwicklungen auf dem Gebiet der Nachrichtentechnik. Vom optischen Telegraph des J. Schmidt über den elektrischen Telegraphen nach Morse und Gerke und der drahtlosen Telegraphie nach Braun und Zenneck wurden die Geräte hier erstmals in Deutschland erprobt und eingesetzt. Der ehemalige Funkoffizier und Kenner der frühen Geschichte der Nachrichtentechnik, Jürgen Gerpott, berichtet über das damalige Geschehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Buchvorstellung am 16.10.2014 mit dem Autor Hagen Zielke

Hamburgs Marinemaler Jan Horstmann (1894-1982)

CUXHAVEN. Vor 32 Jahren starb der Finkenwerder Landschafts- und Marinemaler Jan Horstmann (1894-1982). Bis heute sind Leben und Werk des Künstlers leider nur unzureichend gewürdigt worden, obwohl die Wertschätzung vieler Kenner, Sammler und Liebhaber für seine Kunst nach wie vor besteht. Es ist daher an der Zeit, an den Künstler Jan Horstmann zu erinnern und sein Leben und Werk einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Dies soll jetzt mit der im OCEANUM-Verlag erschienenen Publikation geschehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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2014-08-02 Diashow zum Sommerfest 2014 im ForumMaritim!

 

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Pressebericht von Thomas Sassen in der "Cuxhavener Nachrichten" vom 25.Juni 2014

Rückblende: Faszination Windjammer

Heute Abend Premiere des neuesten Films von Günther Ennulat – Erinnerungen an maritime Großereignisse in Cuxhaven.

CUXHAVEN. Erinnern Sie sich noch an die Großveranstaltung Tall Ships’ Race in Cuxhaven? Unsere Stadt war im maritimen Fieber und dann die Parade auf der Elbe! Das Fest der Großsegler und der Jugend lässt Cuxhavens Maritimfilmer Günther Ennulat in seinem neuesten Film mit dem Titel „Faszination Windjammer“ noch einmal aufleben. Am heutigen Mittwoch wird er sein neuestes Werk im Forum Maritim in der Neufelder Straße 12 das erste Mal der Öffentlichkeit vorstellen. Beginn der Premiere: 19.30 Uhr. Eintritt: 3,50 Euro.

Den Blick für das Detail, diese Mischung macht den Erfolg von Ennulats Arbeit aus

Ennulat ist ein Sammler. Wie andere Briefmarken sammelt der weit gereiste Fahrensmann Eindrücke von maritimen Ereignissen, meistens von solchen, die um seine Stadt Cuxhaven herum spielen. So auch im neuesten Film. Darin verarbeitet er historische Aufnahmen von Windjammern ebenso wie aktuelle Sequenzen beispielsweise von einer Fahrt auf der „Sedov“, auf der alten und der neuen „Alexander von Humboldt“, vom Luxussegler „Royal Clipper“, von einer Probefahrt mit dem modernen Greenpeace-Segler „Rainbow Warrior 3“. Ennulat war mit seiner Kamera immer dabei, hat für spektakuläre Aufnahmen keine Anstrengung gescheut.

Vieles, was mit den Jahren fast in Vergessenheit geraten ist, wird im Film noch einmal lebendig, wie das „Internationale Treffen der Cap Horniers“ 1994 in Cuxhaven (vor genau 20 Jahren), der Besuch des deutschen Segelschulschiffs „Gorch Fock“ im Jahre 1999 auf Betreiben der Wirtin Renate Sosinski von der „Kleinen Kneipe“, die Dreharbeiten zum Film „Untergang der Pamir“ mit zahlreichen Statisten vor dem Cuxhavener Kühlhaus.

Mit „Alex“ rund Kap Hoorn

Ennulat berichtet nicht nur, er war auch selbst dabei, meist als Koch auf dem STAG-Segler „Alexander von Humboldt“. Spektakuläre Aufnahmen gelangen dem Besatzungsmitglied auf der Reise mit der alten „Alex“ rund Südamerika, inklusive der Umrundung des berüchtigten Kap Hoorn. Aktuelle Informationen über das Segelprojekt der STAG erfahren die Gäste von Kapitän und Vorstandsmitglied Jens Mittendorf, der bereits einige Reisen als Schiffsführer auf der alten und der neuen „Alexander von Humboldt“ mitgemacht hat.

 

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Pressebericht der "Cuxhavener Nachrichten" vom 14.Mai 2014

Zwei neue Modelle fürs „Forum Maritim“

Schiffsmodelübergabe von Frau Dischereitt an das Forum Maritim Cuxhaven

CUXHAVEN. Karin Dischereitt hatte von ihrem Vater, Gerhard Mensing, einem Seemann aus Cuxhaven, einst zwei sehr unterschiedliche, aber wunderschöne Schiffsmodelle geerbt. Das italienische Segelschulschiff „Amerigo Vespucci“ und der Stückgutfrachter „Harmonia“. Sie befanden sich zum Schluss nicht mehr im besten Zustand und störten eigentlich mehr als das sie erfreuten. Nach einem CN-Artikel schenkte die 67-jährige Cuxhavenerin die Modelle dem „Forum Maritim“, wo sie im restaurierten Zustand jetzt zu bewundern sind. Ex-Seelotse Harald Hilmer hat einige Wochen benötigt, aber jetzt erstrahlt der Segler wieder im vollen Glanz. Foto: Sassen

 

 

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Pressebericht der "Cuxhavener Nachrichten" vom 02.April 2014

Passende Ergänzung zu Windstärke 10

Bewährte Führungsmannschaft hält Förderverein Schifffahrtsgeschichte auf Erfolgkurs / Freiwillige für die Wochenenden gesucht

CUXHAVEN. Das Ziel liegt an, die Besatzung hält gut Kurs, das Schiff ist bestens in Schuss. Jetzt müssen wir nur noch bei den Öffnungszeiten an den Wochenenden zulegen, lautete das Credo von „Vereinskapitän“ Robert Hinners. Nachdem die Hauptversammlung dessen Arbeit als Vorsitzenden des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte Cuxhaven mit einer einstimmigen Wiederwahl gewürdigt hatte, warb Hinners um weitere Freiwillige.

Vorstand des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte 2014
Der Vorstand des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte um Vorsitzenden Robert Hinners (Mitte) wurde einstimmig wiedergewählt und um Werner Jakobeit (r.) als Beiratsmitglied erweitert. Dazu gehören: (v.l.n.r.) Klaus Gerber (Beirat), Erich Baumann (Schriftführer), Horst Huthsfeldt (stellvertretender Vorsitzender), Marion Weinrich (Schatzmeisterin), Robert Schütt (Beirat und Beauftragter für das Schlepperarchiv). Foto: Sassen

Denn, wie schon zu Zeiten des Fischereimuseums, sind es die nimmermüden Ehrenamtlichen, die das „Forum Maritim“ mit seiner kleinen, aber feinen Ausstellung am Laufen halten. Dazu gehören die regelmäßigen Öffnungszeiten in der Woche mit den Kassendiensten, aber auch die vielen kleineren und größeren Arbeiten im und um das gemietete Gebäude des ehemaligen Fischversandbahnhofs. So stehen in den kommenden Wochen Frühjahrsputz (7. April, 15 Uhr) und das Streichen des Geländers der großen Außenterrassen an, wofür noch Freiwillige gesucht werden. Einer, der seit vielen Jahren besonders konstant aktiv mitarbeitet und sich nie lange bitten lässt, ist Jochen Schrade. Robert Hinners zeichnete ihn dafür mit dem „Silbernen Hering“ aus, einer hübschen kleinen Ehrennadel.

Der Dank des Vorsitzenden galt darüber hinaus dem gesamten Team, das auch die monatlichen Veranstaltungen zur Zufriedenheit der Gäste organisiere, allen voran Robert Schütt, dem Vereinstechniker und Werner Jakobeit, der sich um die Aufarbeitung der maritim-historischen Themen und um die Pressearbeit kümmert.

Aus den Eintrittsgeldern der Besucher und den Beiträgen der inzwischen 500 Vereinsmitglieder könnten Miete und Nebenkosten für das große Gebäude bezahlt werden.

„Das haut hin, das können wir uns leisten“, sagte Hinners. Einen detaillierten Überblick über die Vereinsfinanzen gab anschließend Schatzmeisterin Marion Weinrich. Ein besonderer Dank galt Karl-Heinz Lohse und Harald Hillmer, beide ehemalige Seelotsen, die sich von Bürgern zur Verfügung gestellten Schiffsmodellen angenommen und sich dabei als Restauratoren Anerkennung erworben haben. Dank ihres Einsatzes konnten mehrere schmucke Modellschiffe in die Ausstellung aufgenommen werden. Einen Großteil der Exponate aus dem ehemaligen Fischereimuseum wurde dem neuen Museum „Windstärke 10“ zur Verfügung gestellt, als dessen Förderkreis sich der Verein empfindet.

Das „Forum Maritim“ mit seiner eigenen kleinen Ausstellung und den Exponaten der Agentur für Wirtschaftsförderung zum Thema Offshore-Windenergie sei keine Konkurrenz, sondern einfach eine sinnvolle Ergänzung für maritim interessierte Gäste, so Hinners.

 

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Pressebericht der "Cuxhavener Nachrichten" vom 1/2.02.2014

Walfänger wieder aufgefixt

Seelotse Karl-Heinz Lohse hat Modellschiff für den Förderverein Schifffahrtsgeschichte restauriert

CUXHAVEN. Es war eine richtige Taufe, mit Sekt, Namenschild, Taufspruch, großem Bahnhof, ähnlich, nur kleiner als im Jahre 1841, als der umgebaute amerikanische Frachtsegler „Lagoda“ in New Bedford als Walfänger in Dienst gestellt worden war. Anlass für die aktuelle Tauffeier hatte Karl-Heinz Lohse gegeben.

Karl-Heinz Lohse präsentiert seine Arbeit!
„Lagoda“ heißt das Modell des amerikanischen Walfangschiffes. Es war vor acht Jahren dem Fischereimuseum gespendet worden, hing im Treppenaufgang zum Lotsenraum. Karl-Heinz Lohse hat Spaß an der Restaurierung von edlen Schiffsmodellen. Nach einem spannenden Seemannsleben findet der 81-Jährige heute die nötige Ruhe für die filigranen Arbeiten. Foto: Sassen

Der 81-jährige pensionierte Seelotse hat das schöne Modellschiff im Bestand des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte entdeckt und es für die Dauerausstellung im Forum Maritim wieder aufgefixt. Jahrelang hatte es als Votivschiff im Fischereimuseum gedient, wo es den Treppenaufgang zum Lotsentraditionsraum schmückte und mit der Zeit immer mehr verstaubte. Das Vollholzmodell war das Geschenk eines versierten Bastlers aus dem Hadler Raum gewesen, zur Eröffnung des Fischereimuseums.
Lohse ist nicht nur ein begeisterter Bastler, der gerne mit Holz arbeitet, er ist auch ein intimer Kenner der Schifffahrtsgeschichte und obendrein ein ausgeglichener Typ – beste Voraussetzungen für einen Restaurator, der gerne weitere Modelle für das Forum Maritim aufarbeiten würde.
„Vielleicht schlummern noch Schiffswracks auf Cuxhavener Dachböden. Ich würde sie gern aufarbeiten“, bietet Lohse an.
Dabei leidet der 81-jährige ehemalige Kapitän und Seelotse keineswegs unter Langeweile. Dafür kennt der gebürtige Cuxhavener viel zu viele Leute und mischt in Vereinen und als aktiver Sänger im Lotsenchor mit.
Weggefährten und Berufskollegen trifft Lohse regelmäßig am Dienstagmorgen in der Runde des Fördervereins Schifffahrtsgeschichte im Forum Maritim, dem ehemaligen Fischversandbahnhof. Ehemalige Fischer, Lotsen, Fahrensleute und einfach an der Seefahrt Interessierte kommen dort zusammen. Themen gibt es immer und Zeit hat der Rentner heute auch etwas mehr, als in den 29 Jahren als er als Lotse unterwegs war und am laufenden Band fremde Schiffe besetzen und auf dem Elbstrom navigieren musste. Seit 1996 hätte Lohse eigentlich nicht mehr zur See fahren müssen.

Die Fischerei reizte den Sohn eines Hochseefischers (seinem Vater Karl gehörte in den 1950er Jahren der berühmte Segelkutter „Präsident Freiherr von Mahltzahn“) so sehr, dass er später als Decksmann bei Hamenfischer Kelle Spiegel und Krabbenfischer Robert Hinners mitfuhr. Für einen Nautiker mit Kapitänspatent eine ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung, die möglicherweise darin begründet liegt, dass er so gerne frischen Fisch isst.
Lohse ist aber nicht nur Seemann, sondern auch ein Familienmensch, der mit seinem drei Kindern und vier Enkeln gerne etwas unternimmt. Gemeinsam ist der Familie auch das Interesse an den USA, besonders an Florida. Diesen klimatisch verwöhnten Landstrich hatte der Cuxhavener bei seinen frühen Reise als Matrose in der weltweiten Fahrt kennen- und schätzen gelernt. Später kaufte er sich dort ein Haus und verbrachte mehrere Monate des Jahres in Florida und auf Reisen durch die Vereinigten Staaten. „Da habe ich viel gesehen“, schwärmt Lohse. New Bedford, den Heimathafen des Walfängers „Lagoda“ hat er auch einmal besucht. Mit der Hafenstadt an der Ostküste pflegt Cuxhaven jetzt freundschaftliche Beziehungen.

 

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Pressebericht der "Cuxhavener Nachrichten" vom 17. Januar 2014

Offshore-Infos im „Forum Maritim“

Feste Ausstellung zur Geschichte und aktuellen Situation der Basis dienstags bis freitags geöffnet.

CUXHAVEN. Die Offshore-Basis Cuxhaven gehört mit seiner einzigartigen Infrastruktur und seiner optimalen Lage am seeschifftiefen Wasser zu den führenden Offshore-Häfen an der deutschen Nordseeküste. Sie bietet als deutschlandweit größtes „anfassbares“ Demonstrationsprojekt eine Reihe von interessanten Anziehungspunkten, die sich vor allem auch für eine touristische Nutzung sehr gut verknüpfen lassen.

Offshore Infos im Forum Maritim
Ein Blick in die Ausstellung zeigt das umfassende
Informationsangebot. Ein 13-minütiger Film gibt ebenfalls
einen guten Überblick. Foto: red

Vor diesem Hintergrund hat die Agentur für Wirtschaftsförderung bereits im Jahr 2011 im Rahmen von „Hamburg – Green Capital“ in der Galerie am Steubenhöft einen „Offshore-Infopoint“ eingerichtet, der innerhalb von 5 Monaten von rund 20 000 Gästen besucht wurde.

Anknüpfend an diesen Erfolg hat die Agentur für Wirtschaftsförderung lange nach einem geeigneten Ort für eine längerfristige Fortführung dieses Projekts gesucht. Aufgrund geringer finanzieller Mitteln – ganz im Gegensatz zu den Landesmitteln, die das Land Bremen beispielsweise für die geplante Offshore-Ausstellung im Bremerhavener Klimahaus investiert – sollten trotzdem die Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die Ausstellungsaufsicht, geregelte Öffnungszeiten – gewährleistet sein.

Neben „Windstärke 10“

Seit März 2013 hat die Agentur für Wirtschaftsförderung deshalb im „Forum Maritim“, direkt gegenüber dem neu eröffneten Museum „Windstärke 10“, einen Ausstellungsraum mit einer neu gestalteten Offshore-Ausstellung belegt, um der großen touristischen Nachfrage zu dem Thema nachzukommen.

Mit umfangreichen Informationstafeln, einem Hafenmodell – welches sich derzeit allerdings in der Überarbeitung befindet – und einem Offshore-Film wird den interessierten Besuchern in diesem „Offshore-Infopoint“ die Möglichkeit gegeben, sich über das umfassende Thema Offshore-Windenergie allgemein zu informieren.

Interessierte können sich dort einen umfassenden Überblick über die Offshore-Aktivitäten in Cuxhaven und auf der Nordsee verschaffen. Zusätzlich gewährt der ausführliche Film in rund 13 Minuten einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Offshore-Basis – von den baulichen Anfängen im Jahr 2007 bis zum derzeitigen Stand und den zukünftigen Planungen und Erweiterungsvorhaben

Dank für das Engagement

„Ein ausdrücklicher Dank gilt es dem Förderverein Schifffahrtgeschichte auszusprechen, der mit viel Engagement, Leidenschaft und Ehrenamt das „Forum Maritim“ ins Leben gerufen und somit eine wunderbare Grundlage gelegt hat für eine Verbindung zwischen historischer Schifffahrt und moderner Offshore-Entwicklung auf dem Meer.“ Für die kommende Saison wird das neu entstandene „Dreigestirn“ – das neu eröffnete Museum „Windstärke 10“, das „Forum Maritim“ und die Offshore-Ausstellung erstmals einen hervorragenden und touristisch interessanten Museumschwerpunkt inmitten der Hafenmeile bieten.

Die Öffnungszeiten des „Forum Maritim“ sowie der Offshore-Ausstellung sind dienstags bis freitags, von 10 bis 16 Uhr. (red/tas)

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